Apache Webserver in Österreich weiter auf Vormarsch

Hoher Anteil an Apache-Webservern in Österreich

Eine aktuelle Analyse von mehr als 13.000 österreichischen Servern ergab, das 76% als Apache-Server betrieben werden, 20% entfallen auf Microsoft-Lösungen, der Rest von 4% verteilt sich auf rund 20 weitere Produkte.

Während die Microsoftverwendung im internationalen Durchschnitt liegt, liegt die Apache-Durchdringung deutlich über dem internationalen Durchschnitt von knapp 70%. Offensichtlich zu Lasten der "kleinen" Anbieter. 2003 lag der Anteil der Apache-Server nur bei 64%.

Der Webserverbereich entwickelt sich damit immer deutlicher zum Zweikampf OpenSource vs. Microsoft.


Apache-Anteil in allen Anwendungsbereichen hoch

Analysiert wurden auch verschiedene Anwendungsbereiche und Branchen. In allen Bereichen werden in der Mehrzahl Apache-Server verwendet, wenn auch mit interessanten Unterschieden.

Bei den Online-Shopping-Servern liegt Apache bei 71%, Microsoft bei 25%, Auswertungs-Basis mehr als 2100 Sopping-Server. Das leichte Plus von Microsoft dürfte durch die Breite der Shopping-Spezialapplikationen begründet sein.

Die - relativ - stärkste Verbreitung von Microsoft-Servern findet sich im öffentlich-rechtlichen Bereich (30% Microsoft, 66% Apache, Basis 311 Server), im Handel (36% Microsoft, 61% Apache, Basis 1795 Server). Relative Stärke zeigt Microsoft auch in der Industrie.

Überproportional stark vertreten ist Apache bei Privatpersonen (90% Apache, Basis 2243 Server), überraschenderweise im Tourismusbereich (83% Apache, Basis 515 Server) und wenig überraschend im universitären Bereich (82% Apache, Basis 129 Server). Auf den Universitäten dürfte geradezu Microsoftfobie herrschen, da dies der einzige Bereich ist, in dem der Anteil der sonstigen Lösungen mit 10% über dem von Microsoft liegt.

Der hohe Apache-Anteil bei Privatpersonen ist nicht weiter verwunderlich, ist doch Apache kostenlos erhältlich und erlaubt umfassende Konfigurationsmöglichkeiten.

Ein mit 9% relativ hohen Anteil sonstiger Lösungen besteht auch im Finanzdienstleistungssektor (Banken, Versicherungen), Apache hält hier bei 71%, Microsoft bei 20%.

Lässt man die Server der Privatpersonen unberücksichtigt, reduziert sich zwar der Apache-Anteil auf knapp 74% (Microsoft über 22%), Apache bleibt jedoch weiterhin unangefochten.


Österreichs Websicherheit hinkt Stand der Technik nach

Grundsätzlich verlangt die EG-Richtlinie "Datenschutz in der elektronischen Kommunikation" sichere Datenübertragung bei der Erfassung persönlicher oder vertraulicher Daten. Dies ist etwa bei Login-Vorgängen oder bei Online-Bestellungen der Fall.

Als "Stand der Technik" ist SSL-Verschlüsselung von Webseiten (erkennbar am https://) anzusehen. Tatsächlich ist die Realisierung dieser Vorgabe in Österreich immer noch ein Minderheitenprogramm. Analysiert man den tatsächlichen Anteil verschlüsselter Übertragung, kommt man bei 1373 österreichischen Online-Shops auf eine Quote von nur 24% (=330 Shops), die sichere Datenübertragung anbieten. Bei den 614 analysierten ausländischen Shops liegt der Anteil gesicherter Datenübertragung immerhin bei 45%.

Hans G. Zeger: "Der Anteil sicherer Bestellmöglichkeiten wird umso höher, als auch der Shop alle anderen rechtlichen und technischen Vorgaben erfüllt. Sichere Bestellmöglichkeiten korrelieren offensichtlich stark mit einem insgesamt professionllen Webauftritt."


A-CERT GLOBALTRUST® bietet kostenloses Testzertifikat

Das Fehlen sicherer Bestellmöglichkeiten ist umso unverständlicher, als sowohl Apache, als auch Microsoft, die zusammen 97% des Marktes halten, die Möglichkeit verschlüsselter Datenübertragung standardmäßig anbieten. Technische Gründe können offensichtlich nicht dagegen sprechen.

Auch die Kosten der notwendigen Zertifikate liegt bei unter 100,- EUR/Jahr und kann kein Argument dagegen sein. Offenbar herrscht bei vielen Shop-Betreibern schlicht Unwissenheit über die rechtlichen Vorgaben und die technischen Möglichkeiten.

Die ARGE DATEN hat sich daher entschlossen unter A-CERT GLOBALTRUST® ein voll gültiges Testzertifikat anzubieten. Dieses Zertifikat erfüllt die Vorgaben des österreichischen Signaturgesetzes und kann kostenlos angefordert werden. Der Shopbetreiber kann ohne weitere Risken und Verpflichtungen die Möglichkeiten sicherer Datenübertragung testen.

Das Zertifikat wird von den Microsoftbrowsern automatisch erkannt und als vertrauenswürdig akzeptiert.